Was ist der Hexenblitz?

Der Hexenblitz ist ein elektrisch angetriebenes Fortbewegungsmittel für eine Person und gehört zu den sogenannten „balance scootern“, welche sich durch eine Gewichtsverlagerung des Fahrers fortbewegen lassen. Der Hexenblitz entspricht in seinen Grundzügen dem "Segway". "Segway" ist Vielen ein Begriff und geführte Sightseeing Touren mit dem Segway gehören in vielen Großstädten inzwischen zum Standardangebot.

Der Hexenblitz, wie auch der akzuell bekanntere Segway, besteht aus zwei Rädern. die sich auf einer Achse befinden und durch eine Plattform verbunden sind. Auf der Plattform, in der sich der Elektromotor befindet, steht der Fahrer und hält sich an der Lenkstange fest.
Das Gerät ist selbstbalancierend. Lehnt sich der Fahrer nach vorn, registrieren dies die Neigungssensoren im Gerät und der Hexenblitz (oder Segway) bewegt sich nach vorn. Lehnt er sich nach hinten bremst der Hexenblitz (oder Segway) ab bzw. fährt nach hinten. Durch die Bewegung der Lenkstange nach rechts oder links, wird durch eine unterschiedliche Drehzahl der Räder eine Kurvenfahrt in die entsprechende Richtung ermöglicht. Die Neigungssensoren registrieren auch in diesem Fall die entsprechende Gewichtsverlagerung und reagieren dementsprechend durch einen unterschiedlich schnellen Radantrieb. Die Gewichtsverlagerung ist damit ausschlaggebend für die Fortbewegung. Es sind keine zusätzlichen Schalter zu betätigen.

In Anlehnung an den aufrechten Gang des Menschen und seinem Körperschwerpunkt über den Füßen geschieht die Bedienung des Hexenblitzes (oder Segways) intuitiv.

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass viele Respekt vor dem Gerät haben und mit Vorbehalten aufsteigen. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase ist die Skepsis aber schnell verflogen und die meisten sind positiv überrascht, wie einfach die Nutzung ist und wie viel Spaß das Fahren mit dem Hexenblitz macht. Am besten bildet sich jeder seine eigene Meinung und kommt bei uns in Stangerode vorbei, um das Gerät kennen und lieben zu lernen.

 

Technische Daten

Höchstgeschwindigkeit: 18 km/h

max. Zuladung: 120 kg

Reichweite: 30 - 60 km, je nach Körpergewicht, Fahrverhalten und Gelände

Akku: Sony Lithium 680 Wh

 

Rechtliche Situation in Deutschland

Der Hexenblitz fällt unter die „Verordnung über die Teilnahme elektronischer Mobilitätshilfen am Verkehr (Mobilitätshilfenverordnung – MobHV)“, die am 25. Juli 2009 in Kraft trat. Seitdem ist die Nutzung der Stehroller in ganz Deutschlang zulässig. Sowohl der Hexenblitz als auch der Segway wird dadurch im Sinne der StVO als Kraftfahrzeuge klassifiziert. Für die straßenrechtliche Zulassung ist ein Versicherungskennzeichen, wie beispielsweise bei einem Mofa oder Motorroller, notwendig. Der Fahrer muss darüber hinaus im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis (Mofa Führerschein) sein.

Für die Nutzung der Airwheels gilt die Straßenverkehrsordnung. Gemäß der oben genannten Vorschrift ist das Fahren nur auf Schutzstreifen, Radfahrstreifen, Radwegefurten und Radwegen erlaubt. Sind solche nicht vorhanden, darf auch auf der Straße gefahren werden. Außerorts jedoch nur, wenn die Straße keine Bundes-, Landes- oder Kreisstraße ist.

Wie beim Fahrradfahren sind Richtungsänderungen durch Handzeichen anzuzeigen und auf Fußgänger Rücksicht zu nehmen. Eine Helmpflicht besteht derzeit in Deutschland nicht. Es wird jedoch im eigenen Interesse jedes Fahrers empfohlen zur Sicherheit einen Fahrradhelm zu tragen.
Für die Alkohol-, Drogen- und Medikamenteneinnahme gelten die gesetzlichen Bestimmungen für
Kraftfahrzeuge und entsprechen damit den Grenzwerten und Vorschriften für Autofahrer.

 

Unterschied Segway und Airwheel

Aussehen:

Stellt man beide Geräte nebeneinander, fällt sofort auf, dass der Segway wesentlich größer und wuchtiger ist. Ganz in schwarz gehalten, wirkt er neben dem frechen Design des Hexenblitz wesentlich schwerfälliger. Der Hexenblitz wirkt dagegen deutlich kleiner und filigraner, bietet dabei aber mehr Bodenfreiheit.

Dynamik:

Das unterschiedliche Erscheinungsbild macht sich zudem beim Eigengewicht bemerkbar. Während der Segway mehr als doppelt so viel an Gewicht auf die Waage bringt, wird deutlich, warum der Hexenblitz ein wesentlich dynamischeres Fahrverhalten an den Tag legt. Durch ein Gesamtgewicht von gerade einmal 22 kg ohne Fahrer kann der Hexenblitz schneller beschleunigen und abbremsen, und ist damit wendiger als der schwerere Segway.

Komfort:

Der Hexenblitz verfügt über ein Display mit einer Anzeigentafel, auf der die Geschwindigkeit, die gefahrenen Kilometer, der Akkustand und die Temperatur ersichtlich sind. Eine Fernbedienung, die wie beim Auto als Schlüssel mit genommen und damit die Fahrt durch Unbefugte verhindert, bringt den Hexenblitz zum Starten. 

Flexibilität:

Im Gegensatz zum Segway kann der Holm beim Airwheel demontiert werden. Durch die einfache Zerlegungsmöglichkeit und das geringe Eigengewicht kann das Airwheel sehr leicht transportiert werden. Eine abschließbare Schraube verhindert, dass Unbefugte sich am Airwheel zu schaffen machen.